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Tatort Loßburg
Die „Tatort“-Ermittler aus Ludwigshafen gehen rund um Loßburg auf Mördersuche. Das Bild zeigt Regisseur Axel Ranisch bei seinem ersten „Tatort“-Dreh mit Ulrike Folkerts und Annalena Schmidt (sie spielt im Tatort Ludwigshafen die Sekretärin Edith Keller). Bild: SWR/Martin Furch
Krimi-Reihe

Tatort Loßburg

Das „Tatort“-Ermittler-Duo Lena Odenthal und Mario Kopper aus Ludwigshafen verschlägt es in den Schwarzwald. Nächste Woche beginnen die Dreharbeiten.

21.01.2017
  • Rita Ott

Es wird ganz schön gruselig und unheimlich, das darf schon einmal zum „Tatort“ verraten werden, für den von einem Team des Südwestrundfunks in den nächsten rund vier Wochen Szenen in und um Loßburg gedreht werden.

Im einsam gelegenen ehemaligen „Adrionshof“ in Ödenwald hat ein SWR-Team genau das passende Ambiente gefunden für einen „Tatort“, bei dem es den Zuschauer schon ein bisschen gruseln darf. Die Geschichte: Lena Odenthal und ihr Team fahren zu einer internen Fortbildung in ein ruhig gelegenes Tagungshaus, den „Lorenzhof“. Er liegt schön einsam, hat aber seine besten Tage hinter sich. Richtig gruselig wird es, als die Kommissare Teile einer alten Leiche finden. Statt sich fortzubilden, fangen sie an zu ermitteln.

Der Arbeitstitel ist „Waldlust“ – ob die „Tatort“-Folge dann tatsächlich so heißen wird, wenn sie 2018 in der ARD ausgestrahlt wird, ist noch nicht sicher, teilte Annette Gilcher, beim SWR in Baden-Baden für den „Tatort“ zuständig, mit. Auch nicht, ob als Ort des Geschehens dann auch Loßburg genannt wird. Dennoch: Für die Gemeinde Loßburg ist das eine „tolle Sache“, erklärt Karin Armbruster, Leiterin der Tourist-Information und Gemeinderätin. Sie wusste schon länger Bescheid. Location-Scouts des Südwestrundfunks (SWR) kamen nach Loßburg – die gleichen, die schon vor zwei Jahren für den Spielfilm „Das kalte Herz“ nach passenden Drehorten suchten – und in der Schwarzwaldgemeinde fanden. Natürlich war die Loßburg-Information eine Anlaufstelle. Deren Leiterin wusste auch gleich das passende „schöne Eckle“. Gesucht war ein einsam gelegenes Haus, möglichst leerstehend, das zu Dreharbeiten vermietet wird. Der „Adrionshof“ – im Tatort wird er zum „Lorenzhof“ – war ideal. Auch die Umgebung. Die Dreharbeiten finden hauptsächlich im „Adrionshof“ statt, doch es gibt weitere Drehorte in Schömberg und Loßburg, auch auf dem Turm soll beispielsweise gedreht werden.

Am Dienstag, 24. Januar, rückt das Film-Team an. Gedreht wird bis 19. Februar. Regie dieser „Tatort“-Folge des SWR mit Ulrike Folkerts als Lena Odenthal führt Axel Ranisch, der sich die Geschichte gemeinsam mit Drehbuchautor Sönke Andresen ausgedacht hat. Normalerweise ermitteln Odenthal und Kopper (Andreas Hoppe) als Fernseh-Kommissare in Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz. Doch da sie auf einer Fortbildung seien, spreche grundsätzlich nichts dagegen, dass sie im Schwarzwald ermitteln, so Gilcher.

Zunächst musste geklärt werden, ob und wie man den Tross mit rund 80 Leuten mit unterschiedlichen Anforderungen – die einen wollten eine Ferienwohnung, andere Pensions- oder Hotelzimmer – unterbringen kann. „Wir haben sie alle in Loßburg untergebracht“, freut sich Karin Armbruster. Natürlich auch deswegen, weil in einer Zeit, in der normalerweise touristisch nicht allzuviel in der Gemeinde los ist, jetzt vier Wochen lang gleich 80 Gäste zu verzeichnen sind. Und: „Das Drehteam wollte auch Schnee, den können wir jetzt liefern – wie cool.“

„Gschwätzt wird im Ort schon a Weile“, weiß Karin Armbruster. Doch nachdem es nun sicher ist, dass Loßburg „Tatort“-Drehort ist, ist die Vorfreude groß. Wenn auch das Ganze mit ein paar kleinen Einschränkungen verbunden ist. Sowohl tagsüber als auch nachts wird es wegen der Dreharbeiten zeitweise zu Verkehrsbehinderungen auf der K4777 zwischen Loßburg und Schömberg kommen. Auch der Busverkehr muss deshalb kurzzeitig koordiniert werden. Die Straße hoch nach Ödenwald ist das kleinere Problem, sie ist nicht stark befahren. Informiert werden mussten auch die Skifahrer, die von Loßburg zu den Loipen nach Schömberg oder zum Steinwald wollen. Das Filmteam werde versuchen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und bedankt sich für das Verständnis.

Eine Postkarten-taugliche, verschneite Schwarzwald-Idylle, schöne Landschaftsbilder und tolle Ausblicke – all das wird der „Tatort“ wohl vermitteln. Karin Armbruster hofft auf „tolle Außenbilder der schönen Region“, die natürlich auch eine gewisse Werbung für die Schwarzwald-Gemeinde bedeuten. Deshalb freut man sich über die Entscheidung des SWR, Loßburg zum „Tatort“-Drehort zu machen. Und ein bisschen stolz ist man natürlich auch. Karin Armbruster spricht von einem „Riesen Außenmarketing“, denn „so etwas zieht schnell Kreise.“ Bürgermeister Christoph Enderle sieht im „Tatort“-Dreh eine „große Chance“ – egal, ob Loßburg nun in der Folge genannt wird oder nicht. „Wir unterstützen, wo wir können“, auch der Bauhof stehe immer bereit, etwa um mal einen Weg freizuräumen oder ein Notstrom-Aggregat anzuschließen. Unterstützung gibt es auch vom Landratsamt: Der Forst gibt die Waldwege für die Dreharbeiten frei.

Das Film-Team ist unterwegs in der ganzen Gemeinde und der Umgebung. Das ist sicher auch für die Loßburger aufregend, bestimmt werden sie in nächster Zeit das eine oder andere bekannte Gesicht im Ort sehen.

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21.01.2017, 01:00 Uhr

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