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Tübingen

Um-Welt

Der Tübinger Oberbürgermeister nimmt Kritik am Flächenverbrauch auf und will viele Projekte langsamer umsetzen („Boris Palmer tritt auf die Wachstumsbremse“ sowie die Sonderseite mit der Dokumentation seiner Rede beim städtischen Jahresempfang in der Ausgabe vom 19. Januar). Dazu gab es einen Leserbrief von Andreas Weber (22. Januar).

24.01.2019

Von Manuel Haus, Tübingen

Herr Weber beklagt in seinem Leserbrief, dass die Flächen für Erholung, Freizeit und Vereinsangebote nicht gewachsen sind.

Hier liegt ein fundamentales Missverständnis vor: Die Gemarkung Tübingen hat eine definierte Größe. Ihre Fläche, wie auch die Gesamtfläche der Erde, kann nicht wachsen. Deshalb können auch die Flächen für die oben genannten Nutzungen nicht wachsen. Sie müssen, genau wie die Flächen für Gewerbe und Wohnen, immer der Landwirtschaft oder der Natur weggenommen werden.

Nur scheinbar liegt die Landschaft einfach so rum. Sie hat wichtige Funktionen für unser Leben: Landwirte erzeugen darauf Nahrungsmittel (und verdienen damit ihren Lebensunterhalt) und sie stellt Natur- und Umwelt-Leistungen zur Verfügung: Frischluft, Staub- und CO2-Bindung, Rückhaltung und Versickerung von Regenwasser für unser Trinkwasser und Lebensraum von Pflanzen und Tieren, ohne die wir auch nicht leben können. Unsere Landschaft, unsere Um-Welt in ihren Funktionen zu erhalten, muss vorrangiges Ziel heutiger Flächenpolitik sein.

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Erstellt:
24. Januar 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Januar 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2019, 01:00 Uhr

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