Eutingen · Bildung

Virus sorgt für späteren Einstieg

Die Eutinger Außenstelle der Volkshochschule im Kreis wird von der Göttelfingerin Olga Tausch übernommen. Ab Ende September geht der Unterricht weiter.

10.07.2020

Von Mathias Huckert

Die 39-jährige Olga Tausch (Mitte) wird sich künftig um die KVHS-Kurse in Eutingen kümmern. Zum Einstand gab es Glückwünsche und Blumen vom Volkshochschulleiter Sascha Falk und das Gemeindebuch von Bürgermeister Armin Jöchle.Bild: Mathias Huckert

Schon seit Februar hätte Olga Tausch die Eutinger Außenstelle der Kreisvolkshochschule (KVHS) leiten sollen. Doch als die Coronavirus-Pandemie kam, musste die KVHS den Betrieb erst einmal einstellen – davon blieb auch das Kursangebot im Gäu nicht unbeeinflusst. Aktuell finden in Eutingen keine Kurse statt, in anderen Standorten ist der Unterricht zumindest eingeschränkt möglich. Jetzt also, wo nach zahlreichen Lockerungen der Landesverordnungen zur Eindämmung der Covid-19-Fälle wieder so etwas wie Normalität herrscht, darf die 39-jährige Mutter zweier Kinder endlich ihre Arbeit machen: Die Frau aus Göttelfingen wird die Kursbelegung verwalten und eigene Ideen ins Eutinger Angebot miteinbringen.

Das besteht im Gäu vorrangig aus Sportkursen, wie KVHS-Leiter Sascha Falk am gestrigen Donnerstag erklärte: „Es gibt Angebote wie Yoga und Rückentraining.“ Auch das Eutinger Lehrschwimmbecken sei bei KVHS-Schülern durchaus beliebt. Ebenfalls im Eutinger Programm ist ein Englischkurs für Kinder.

Da hat die neue Leiterin Erfahrung: Tausch stammt aus Russland, hat in ihrer Heimat Deutsch und Englisch studiert, um als Lehrerin zu arbeiten. Ihre neue Tätigkeit bei der KVHS bringt sie außerdem mit ihrem Organisationstalent zusammen: „Mit meiner Familie reise ich viel. Auch das muss gut geplant sein und darin habe ich reichlich Erfahrung.“

Mit dem Beginn des Herbstsemesters sollen die Kurse in Eutingen ab Ende September neu starten. Olga Tausch will sich als Nachfolgerin von Marianne Weingärtner erst einmal darauf konzentrieren, die bestehenden Angebote und Strukturen zu verinnerlichen, hat aber bereits Vorstellungen für eine Erweiterung des KVHS-Angebots im Gäu.

Die könnte sich auch Eutingens Bürgermeister Armin Jöchle vorstellen, der beim Vorstellungstermin von Tausch im Rathaus erklärte: „Bisher ging es bei der Beliebtheit der KVHS in Eutingen immer wellenartig auf und ab. Aber das Thema Digitalisierung wird immer wichtiger und auch die Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund ist nötig.“

Home-Office denkbar

Tatsächlich konnte die KVHS während der noch immer anhaltenden Pandemie einige Angebote ins Internet verlagern, etwa Vorträge, die dann auf einem cloudbasierten Service zu finden waren. Auch Tausch könnte künftig einen Teil ihrer Arbeit über das volkshochschuleigene Netzwerk erledigen. Damit sei sie bei der Wahl ihres Arbeitsortes flexibel. „Sie könnten die Kursvergabe somit zum Teil auch von Zuhause aus erledigen“, erklärte Sascha Falk seiner neuen Mitarbeiterin am Donnerstag.

Umfassendes Hygiene-Konzept

Zunächst sei jedoch wichtig, ein passendes Hygiene-Konzept in der KVHS zu etablieren. Das habe sich, so Falk, bereits in den anderen 12 Außenstellen der KVHS bewährt und sollte auch in Eutingen dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen. Der Unterricht einiger Kurse soll laut Jöchle künftig im C-Bau der Hauptschule stattfinden.

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Erstellt:
10. Juli 2020, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
10. Juli 2020, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2020, 01:00 Uhr

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