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Tübingen

Wie bitte?

06.03.2018

Von Birgit Fritz, Tübingen

Herrlich heute, draußen mal wieder gut atmen zu können. Nach tagelang staubig-eisig-trockenem Wind und einigen Asthmaanfällen mal wieder raus zu können, richtig lüften können. Ist ja nur im Winter so schlimm, also wenn die Temperaturen unter 15°C sinken. Dann, wenn die ganzen Diesel-PKW uns zu Affen im Experiment vor Ort machen, zum Beispiel hier an der Tübinger Westbahnhofstraße, wir sind wehrlos und machtlos. Feinstaub und Abgase dringen überall ein und man muss ja nun mal auch lüften. Vielleicht sollten die Forscher der Autolobby mal vorbeikommen, um die Studienergebnisse zu erfassen.

Die Messwerte für Tübingen sind also im Jahresmittel jetzt ok, man brauche also den Luftreinhalteplan für Tübingen nicht unbedingt weiter fortschreiben! Wie bitte? Die Messwerte für Gesamt-Tübingen werden berechnet aus den Messstationen Mühlstraße und Unterjesingen. Alle anderen stark belasteten Straßen, insbesondere in Lustnau und der Weststadt bleiben außen vor. Es geht den Verantwortlichen hier nur um das Erreichen eines bestimmten Messwertniveaus, um EU-Sanktionen zu vermeiden, die Gesundheit der Anwohner und ihrer Kinder interessiert hier überhaupt nicht. Man nehme die zwei Messstationen und stelle sie in die Westbahnhof-/Kelternstraße und an eine andere stark belastete Stelle. Und dann betrachte man dort nicht nur das Jahresmittel, sondern insbesondere die Messwerte im Winter. Dann kommen die Verantwortlichen vielleicht zu der Erkenntnis, dass der Luftreinhalteplan fortgeschrieben werden muss.

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Erstellt:
6. März 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
6. März 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. März 2018, 01:00 Uhr

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