Forschung

Experte für Künstliche Intelligenz

Mit einer Doppelberufung werden die Weichen am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik neu gestellt.

27.09.2018

Von an

Am Max-Planck-Institut (MPI) für biologische Kybernetik gehen beide Direktoren in absehbarer Zeit in Ruhestand: Heinrich Bülthoff zum Ende dieses Jahre und Nikos Logothetis im Jahr 2022. Die Max-Planck-Gesellschaft hat jetzt mit Peter Dayan (53) einen der weltweit führenden Neurowissenschaftler als neuen Direktor berufen. Er soll nicht nur eine neue Abteilung am MPI aufbauen, sondern die künftige Entwicklung des Instituts maßgeblich prägen.

Peter Dayan /Bilder: MPI

Peter Dayan /Bilder: MPI

Dayan forscht an der Schnittstelle zwischen natürlichen und künstlichen lernfähigen Systemen. Er gilt als Pionier der Künstlichen Intelligenz. Zum Forschungsstandort Tübingen und dem Cyber Valley gebe es damit viele Anknüpfungspunkte, so die Max-Planck-Gesellschaft in einer Pressemitteilung. Dayan, der bislang am University College in London (UCL) forschte, wird seine Direktorenstelle zum Oktober antreten.

Li Zhaoping /Bilder: MPI

Li Zhaoping /Bilder: MPI

Als Fellow am Max-Planck-Institut berufen wird Li Zhaoping. Die Neurowissenschaftlerin konzentriert sich in ihrer Forschung auf Sinnessysteme. Sie will aufklären, wie das Gehirn Sinnesinformationen aufnimmt und weiterverarbeitet, damit es Entscheidungen treffen kann. Sie setzt dafür auf Computermodelle und Experimente. Li Zhaoping wird eine Professur an der Uni Tübingen im Fachbereich Informatik antreten und damit die Verbindungen zwischen dem Max-Planck-Campus und der Universität weiter vertiefen, so Uni-Rektor Bernd Engler. Li Zhaoping war wie ihr Lebensgefährte Peter Dayan bislang an der UCL. Beide bauten dort zusammen die Gatsby- Computational-Neuroscience-Abteilung auf.

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Erstellt:
27.09.2018, 01:00 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 27.09.2018, 01:00 Uhr

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