Forschung

Palmer: Keine Sonderrabatte für Amazon

Der US-Konzern will auf der Oberen Viehweide forschen, tut sich aber schwer, die Standards der Stadt zu erfüllen.

17.09.2018

Von uja

Könnte die Ansiedlung von Amazon noch kippen? Diese Frage stellte sich am Freitag nach dem Vortrag des Amazon-Managers Ralf Herbrich auf einem MPI-Symposium zur Künstlichen Intelligenz (siehe das heutige „Übrigens“ und den Bericht am Samstag). Christoph Joachim, Vorsitzender der AL-Fraktion im Gemeinderat, wies Herbrich unmissverständlich darauf hin, dass an dem Grundstück auf der Oberen Viehweide nicht nur Amazon interessiert sei. „Wir haben etliche Anfragen von Firmen, die teilweise sogar mehr bezahlen wollen“, erklärte er .

Tatsächlich hat der Gemeinderat das Grundstück für Amazon zwar als Option reserviert, aber noch nicht vergeben. Der Konzern tue sich, wie Oberbürgermeister Boris Palmer dem TAGBLATT gestern bestätigte, derzeit noch schwer, die Standards der Stadt zu erfüllen. Prinzipiell möchte Palmer der Cyber Valley Initiative aber nicht im Weg stehen. Sie will den finanzstarken Konzern aus Seattle gern nach Tübingen holen. Der OB erklärte aber auch, dass es für den weltgrößten Online-Händler „keine Sonderrabatte“ in Tübingen geben werde.

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Erstellt:
17.09.2018, 01:00 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 17.09.2018, 01:00 Uhr

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